Sonntag, 19. Oktober 2008

Wie kann man die Abstandsrichtlinie überprüfen?

Oft erreichen mich emails mit der Frage :" Ist es möglich bei N xx° xx.xxx E xxx° xx.xxx einen Cache zu legen, oder liegt dort schon etwas?"

Jetzt gibt es zwei Gruppen von Versteckern,. Die einen haben schon (so gut wie) alle Caches in der Gegend, wo sie einen Cache verstecken wollen, gefunden. Die anderen können auf dieses Wissen nicht zurückgreifen. Das ist aber nichts schändliches sondern liegt in der Natur der Sache und keiner braucht sich Sorgen machen, wenn er einmal einen Cache platziert hat, der nicht den guidelines entspricht - sofern man das "Problem" vorher nicht kennen konnte. Vor allem aus der zweiten Gruppe erreichen mich oft derartige Anfragen. Deswegen möchte ich diesbezüglich mal etwas ins Detail gehen:

Grundsätzlich empfehle ich die guidelines von gc.com genau durchzulesen, bevor man ein Listing einreicht. Wer Probleme mit der englischen Sprache hat, kann die Richtlinien auch hier in Deutsch lesen. Wobei diese Übersetzung von Groundspeak Inc. nicht approbiert und auch nicht ganz aktuell ist. Im Zweifel gilt daher immer das englsiche Original. Fragen dazu kann man dem Reviewer per mail senden oder in seinem Forum stellen.

Hat man diese guidelines sinnerfassend gelesen, dann weiß man zumindest schon mal worauf man achten muss bzw. welche "Gefahren" auf einen warten, wenn man einen Cache legen will.

Das Wissen um die guidelines hilft aber noch nicht um beurteilen zu können, ob ein bestimmter Platz schon bedost ist oder nicht....also was tun? Zuerst muss ich mal festhalten, dass es bei der derzeitigen Cachedichte in Österreich zu solchen Fragestellungen nur kommen kann, wenn man in und um Ballungszentren Caches verstecken will bzw. die Gegend ohnehin schon reich bestückt ist. Wesentliche Cacheballungszentren in Österreich sind
  • Wien (je näher am Stadtkern um so schwieriger wird es einen neuen Cache zu verstecken)
  • Graz
  • Linz
  • Salzburg Stadt
  • Westliches Vorarlberg
  • Südliches und östliches Niederösterreich
  • Nördliches Burgenland
  • Kärnten (rund um den Wörther See und Südlich davon)
In allen anderen Fällen (z.B. Berg- und Wandercaches, Caches in entlegenen ländlichen Gebieten etc.) ist es unwahrscheinlich, dass sich diese Frage überhaupt stellt. 

In ersterem Fall empfehle ich, zuerst bei einem ortsansässigen Geocacher mit vielen Funden freundlich anzufragen, ob er weiß, ob die Gegend noch frei von Caches ist oder nicht. Bekommt man auf diese Art ud Weise nicht die gewünschte Information, dann bleibt nur mehr der Weg zum Reviewer. Der kann zwar keine Antwort auf die Frage geben aber wenn man die Frage richtig aufbereitet, dann kann er helfen bevor man in einen Cache viel Zeit und Arbeit investiert.

Was muss man also tun um das Orakel vorab befragen zu können?

Es ist ganz einfach. Es genügt vollkommen ein Listing anzulegen in dem alle notwendigen Koordinaten (bei Multis oder Mysterycaches also auch alle notwendigen additinal waypoints) erfasst sind. Wenn man dieses Listing nun NICHT aktiviert sondern nur abspeichert und dem Reviewer seines Vertrauens einen Link zum Listing mailt, dann kann der dieses Listing durch die Teststraße schicken und sich ein Bild über den beabsichtigten Cache machen. Natürlich kann man dann auch darauf hoffen, dass man insofern Anteil an dem neu gewonnen Wissen erhält als, dass man vom Reviewer entweder ein OK oder einen Hinweis bekommt, was noch zu tun ist um die guidelines zu erfüllen. Erst danach kann man sich beruhigt daran machen, die Zeit und Arbeit in den Cache zu investieren die es braucht um einen anspruchsvollen Cache zu gestalten - und man erspart sich unter Umständen die eine oder andere Enttäuschung.

Zu beachten ist lediglich, den Weg zum Reviewer erst dann zu wählen, wenn alle anderen Möglichkeiten (Kartenstudium, Kontakt zu anderen Cachern etc.) ausgeschöpft wurden. Sonst wird der Reviewer dieses weltweit einzigartige Service bald wieder einstellen müssen, weil ihm einfach die Zeit dazu fehlt ....