Dienstag, 7. Oktober 2008

Rollstuhlfahrer als Geocacher oder "Wie ich einen Cache richtig bewerte"



Jeder der schon mal einen Cache versteckt hat, weiß, dass es nicht immer einfach ist eine richtige Schweirigkeits- und Terrainbewertung für einen Cache anzugeben. Von Groundspeak wird im Zuge der Erstellung eines Listings zwar ein Ratingsystem angeboten, dass aber zeitweise Fragen hinsichtlich der errechneten Ergebnisse aufwirft und daher nicht immer diesen Ergebnissen gefolgt wird sondern subjektive Einschätzungen zu einer Verwwendung anderer Bewertungen führt.

Das Problem dabhei ist, dass jeder Cache auch für jede/n GeocacherIn anders schwierig ist. So kann ein einfacher Wandercache für den einen Geocacher ein Spaziergang sein, für den anderen ist es eine unüberwindbare Aufgabe diesen Cache zu finden. Dies liegt daran, dass jede/r andere Voraussetzungen zum cachen mitbringt. Es gab schon viele Diksussionen ob ein Cache nun einen oder drei Schweirigkeitssterne verdient hätte und besonders schwierig ist dies bei einem Mysterycache festzustellen. Das eine derartige Diskussion aber kaum zu einem brauchbaren Ergebnis führen kann, liegt unter anderem daran, dass

  • eine derartige Diskussion meist nur regional geführt wird; das Spiel jedoch weltweit und international stattfindet und daher viele Aspekte aufgrund Nichtzutreffen in der Region gar nicht berücksichtigt werden. Selbst wenn sich einige Geocacher finden sollten, die sich auf bestimmte Rahmenbedingungen einigen, funktioniert dies immer nur in einer Region - niemals weltweit. Zwei verlgeichbare Caches können daher trotzdem verschiedene Bewertungen aufweisen was die Sache nur noch komplizierter macht.

  • eine allfällig darüber geführte Diskussion immer nur die Meinung der Diskutanten, niemals jedoch die aller GeocacherInnen berücksichtigen kann.

  • es keine festen Regeln gibt, wie das Ratingsystem anzuwenden ist.
Nun der letzte Punkt stimmt nur teilweise. Drei Regeln oder Bedingungen gibt es für die Schwierigkeits- und Terrainbewertung. Diese Regeln werden aber nur selten eingehalten:

  1. Difficultybewertung 5

    Eine Schwierigkeitsbewertung von 5 Sternen gilt nur dann, wenn spezielle - für den Geocacher unübliche - Ausrüstungsgegenstände oder Kenntnisse (skills) verwendet werden müssen, um zu den Finalkoordinaten eines Caches zu kommen. Ein gutes Beispiel aus der Praxis sind solche Caches, wo z.B. ein WLAN-fähiges Gerät verwendet werden muss um die Variablen für den Final heraus zu finden.

  2. Terrainbewertung 1

    Diese Terrainbewertung besagt, dass der Cache auch für Rollstuhlfahrer geeignet /erreichbar ist. Diese Bewertung kann sich sowohl auf den Weg zum Cache beziehen wie auch auf die Art des Versteckes. Bei Terrainbewertung 1 muss ein Rollstuhlfahrer den Versteckplatz erreichen können und den Cache selbst heben können. Sobald ein Cache also z.B. in einer Höhe von 1,70m versteckt ist, wird es schon schwierig und müsste daher mindestens eine Terrainbewertung von 1,5 Sternen vergeben werden.

    Ist der Cache für Rollstuhlfahrer geeignet, dann gehört auch das entsprechende Attribut beim Cachelisting aktiviert (machen die wenigsten).


  3. Terrainbewertung 5

    Diese Terrainbewertung besagt, dass für das Erreichen des Final spezielle Ausrüstung notwendig ist. Jeder Cache wo man eine Taucherausrüstung, ein Boot, Kletterausrüstung oder ähnliches braucht um den Cache bzw. das Versteck zu erreichen verlangt nach dieser Bewertung.

Alle anderen Bewertungen sind keinen Regeln unterworfen und können daher nach Gutdünken verwendet werden.

Letztendlich obliegt es dem Owner eine Bewertung zu finden, die den Gegebenheiten am besten entspricht. Sollte man einmal einen Cache gefunden haben und der Meinung sein, die Bewertung stimme in keinem Fall, empfiehlt es sich, den Owner einmal diesbezüglich zu kontaktieren.

Allerdings kann es in manchen Fällen schwierig sein den Owner davon zu überzeugen, da die Subjektivität in dieser Frage immer über die Objektivität obsiegen wird ....