Donnerstag, 23. Oktober 2008

Distanz zwischen Header und Final bei Myteries

Eine Frage, die auch schon zu vielen mehr oder weniger hitzigen Diskussionen geführt hat, ist die nach dem Abstand zwischen einem (virtuellen) Startpunkt eines Mysteries und den eigentlichen Cachekoordinaten.

Der aufmerksame Leser der guidelines von gc.com wird feststellen, dass die Richtlinien betreffend Mysterycaches unter anderem besagen, dass der Final eines Mysteries nicht mehr als 2-3 Kilometer von den Headerkoordinaten entfernt sein soll. Und wozu dient das ganze? Einer der Gründe, die auch in den guidelines angeführt werden, ist die Berechnung der zurückgelegten Entfernungen von Travel-bugs und Geocoins, die in einem Mysterycache abgelegt werden. Bis zu einem gewissen Grad mag dieses Argument auch einleuchtend sein, denn zur Distanzberechnung des reisenden Gevolkes dienen bei jedem Cache immer die Headerkoordinaten, da dies die einzig öffentlich bekannten eines Caches sind.

Würde nun der virutelle Header eines Mysteries in Wien liegen, der Cache aber eigentlich in Kärnten, dann würden alle TB und coins, die in bzw. durch diesen Cache wandern eine falsche Distanzberechnung erfahren. Denn gc.com würde so tun, als ob sie in Wien liegen würden - tatsächlich liegen sie aber irgendwo in Kärnten. Das mag vor allem den Ownern von TB und coins nicht wirklich zur Freude gereichen.

Aus der Zeit bevor es diese Richtlinie gab, existieren auch heute noch Caches in Österreich, wo der Header absolut nichts mit dem Cache oder der Gegend wo der Cache liegt zu tun haben. Das hat auch schon mal beim Verstecken anderer Caches für traurige Gesichter gesorgt, denn das Listing konnte mangels 161 Meter nicht veröffentlicht werden - aber Infos über den Cache durften auch keine weitergegeben werden, sodass es für manche kaum zu glauben, war, dass ihre Gegend bereits über einen Cache verfügt. Schließlich scheinen ja keine Icons auf der google-map auf. Klar der Header liegt ja auch ganz woanders... ;)

Und schon sind wir beim eigentlichen Grund für diese Richtlinie. Im Wesentlichen geht es zwar schon auch aber eher weniger um die TB und Geocoins, als um die Tatsache, dass man bei Betrachtung der Karte auf gc.com oder in google earth (mit gc.com-overlay aller Caches) einen ungefähren Eindruck bekommen kann, ob in der weiteren Umgebung etwas liegen könnte oder nicht. Das ist eine für den Verstecker nicht unwesentliche Info. Aber auch der Suchende, der sich gerade zufällig in der Gegend befindet, kann sich sicher sein, dass er nach Lösung des Rätsels keine Weltreise antreten muss um den Cache auch finden zu können.

Stellt sich nur mehr die Frage: Warum gilt das nicht auch für Multicaches?

Eine gute Frage auf die es keine Antwort gibt - zumindest keine einleuchtende. Denn sowohl das Distanzverzerrungsproblem als auch das Problem des fehlenden Überblicks über eine Gegend hinsichtlich versteckter Caches würde ein Mutlicache haben, dessen Final weiter als die berühmten 2-3 Kilometer vom Header entfernt liegt. Auch wenn dem so ist, sagen die guidelines nichts darüber aus, dass bei Multis eine ähnliche Grenze gilt wie bei Mysteries. Offensichtlich geht man davon aus, dass man bei einem Multicache keine derart große Distanzen verwendet.

Aber die Österreicher haben als listiges Bergvolk schon den einen oder anderen langen Wandermulti aufzuwarten, wo der Final dann doch zig Kilometer vom Header entfernt liegt. Ein Umstand, der in den guidelines keine Erwähnung findet, da international offensichtlich nicht so üblich bzw. konnte sich ein Amerikaner offensichtlich noch nie vorstellen, dass das jemand tun könnte. Ist aber eine Tatsache; auch wenn ich jetzt keine Links zu derartigen Listings poste. Schließlich will ich ja niemanden spoilern ...