Montag, 6. Oktober 2008

Infos zu WAAS und EGNOS

Vor einiger Zeit durfte ich eine Unterhaltung beobachten, in der die Frage gestellt wurde, was WAAS / EGNOS kann und ob das jemand auch beim Geocachen vewendet. Deshalb soll es auch hier einen Beitrag dazu geben.

Wer noch überhaupt nie etwas von WAAS oder dessen europäische Version EGNOS gehört hat, sollte die verlinkten Artikel zuerst lesen.

Beide Systeme verwenden demnach auf der Erde stationierte Bodenstationen, deren Standort dem Rechner im jedem GPSr bekannt ist, welche Korrektursignale aussenden um die Laufzeitverzerrungen der geostationären Satelliten per Berechnung ausmerzen zuz können. Dadurch ergeben sich Genauigkeiten von mitunter 1 Meter und weniger. Das erleichtert zwar die Suche eines Geocaches unter Umständen, aber auch nur dann, wenn der Owner beim verstecken die selbe Signalqualität nutzen konnte wie man selbst.

Um zur eigentlichen bzw. ursprünglichen Frage zu kommen, warum GPS-Empfänger bei aktiviertem WAAS/EGNOS nicht die selbe stabile Anzeige von Entfernung zu einem Wegpunkt und GPS-Genauigkeit haben wie bei deaktiviertem Korrektursystem, empfehle ich den ersten hier verlinkten Artikel zu lesen.

Das für den amerikanischen Kontinent konzipierte WAAS funktioniert nur auf Anhöhen und auf offener See wirklich gut. Die Korrektur"sateliten" sind bekanntlich in Bodenähe stationiert, da das System ursprünglich für die Luft- und Seefahrt konzipiert war. Ähnlich verhält es sich auch beim europäischen EGNOS; daher bringt eine Aktivierung von EGNOS im burgenländischen Seewinkel weniger als auf einem Berg in den österreichischen Alpen. WAAS kann man in Europa getrost deaktiviert lassen, da es ohnehin keinen Empfang mit den "amerikanischen" Korrektursendern gibt.

In den meisten Fällen ist es beim Cachen in Mitteleuropa daher meist unerheblich ob man WAAS/EGNOS aktiviert hat oder nicht da die durchschnitliche GPS-Genauigkeit ohne diese Korrekturwerte auch noch immerhin unter 10 - 20 Meter beträgt und man ja schließlich suchen auch noch will...;) Und man kann die ersparte Energie der Akkus für wichtigeres Nutzen, wie zum Beispiel die bei manchen GPSr notwendige Hintergrundbeleuchtung......

Fazit: Niemand sollte sich von den beiden Abkürzungen schrecken lassen. Beide Systeme sind für das Geocachen nicht so wichtig, außer man ist es gewohnt mit starrem Blick auf den Pfeil des GPSr starrend auf den Geocache draufzutreten...... ;)

Der Suchspaß wird sicherlich ohne diese Korrekturen erhöht.