Freitag, 28. November 2008

Geocaches auf Privatgrundstücken

In den letzten Tagen konnte ich aus der Ferne einen Konflikt zwischen einem Cacheowner und einem Grundstücksbesitzer verfolgen. Ich möchte daher kurz auf diese Problematik auch hier eingehen - da das Ganze ja auch mal in Österreich passieren könnte:

Lt. den Vorgaben von Groundspeak ist ein Cacheowner dafür verantwortlich, dass er sich bereits im Vorfeld dahingehend absichert, dass man durch das Verstecken eines Geocaches - falls auf Privatgrundstücken oder ähnlichem versteckt - das Einvernehmen mit dem jeweiligen Grundstücksbesitzer bzw. -verwalter herstellt. Diese Vorgabe kann im jeweiligen Einzelfall verschiedene Ausprägungen haben. 

Zum Beispiel würde das Verstecken eines Geocaches in einem Nationalpark bedürfen, dass man zumindest mit der jeweils zuständigen Parkbehörde Kontakt aufnimmt und mit dieser das Einvernehmen erreicht. Selbes gilt sinngemäß auch für Privatgrundstücke. Das kann mitunter mühsam sein, denn in den meisten Fällen muss man zuerst einmal lang und breit den Sinn und Unsinn des Hobbies Geocaching erklären und merhmals darauf hinweisen wie harmlos dieses Hobby eigentlich ist. Erst dann kann man darauf hoffen auch entsprechende Unterstützung zu erhalten. Hat man diesen Punkt jedoch erreicht, dann kommt man ganz schön ins Staunen, wie groß die Unterstürtzung von Außenstehenden sein kann.

Das Gegenteil lernt man kennen, wenn man sich um etwaige Grundstücksbesitzer oder -verwalter nicht kümmert. Da kann es schon einmal vorkommen, dass man für böses Blut sorgt, denn viele Menschen mögen es eben nicht, wenn auf ihrem Privatbesitz fremde Leute herumschleichen. 

Ein Beispiel dass ich hier anführen möchte ist zwar nicht ganz passend zu dem Thema, weil es nicht um eine Grundstücksbesitzerin geht, aber es verdeutlicht, was ich meine im Bezug auf Caches in Ballungszentren.

Wer sich einmal die Logs dieses Caches anschaut, wird bald feststellen, dass eine nette ältere Dame die gegenüber vom Cache wohnt sich mittlerweile sehr erfolgreich bemüht Geocacher, die schon eine Zeit lang suchen zu unterstützen. Im Klartext bedeutet dies, dass diese Dame viel Tagesfreizeit hat und diese offensichtlich hauptsächlich zu hause verbringt. Für sie ist es eine interessante Abwwechslung aus dem Fenster zu sehen und kurz bevor Geocacher daran denken aufzugeben das Fenster zu öffnen und einen Hint zu geben. 

Das grenzt zwar schon hart an Spoiling aber es gibt schlimmeres. Ihr wurde ausreichend erklärt wie harmlos Geocacher sind, dass es in erster Linie darum  geht, Menschen den Versteckort zu zeigen - der nicht uninteressnat ist - und somit macht sie sich selbst eine Freude mit anderen in Kontakt zu treten eine nette Plauderei zu haben und die Suchenden des Geocaches sind glücklich den Cache doch noch gefunden zu haben. Einige nette Gespräche haben sich da lt. den Logs der Finder schon ergeben. Der Owner - in dem Fall ich selber - ist auch glücklich, denn gleichzeitig wird der Cache "bewacht" und es müssen nicht so viele enttäuschte Sucher erfolglos abziehen. Somit zeigt dieses Beispiel, dass es  mitunter auch möglich ist eine Win-Win-Win-Situation zu erreichen.

In diesem Sinne hoffe ich, dass sich die eifrigen Verstecker künftig auch um die entsprechende Akzeptanz des Caches in seiner Umgebung mühen ...