Freitag, 6. Februar 2009

Welche Sprache gehört in die Cachebeschreibung?

Erst unlängst und in der Vergangenheit schon öfters bemerke ich teilweise recht hitzige Diskussionen um die Wahl der Sprache in der die Cachebeschreibung erfasst werden muss/soll/darf.

Zu diesem Thema gibt es genau so viele Ansätze und Sichtweisen wie es GeocacherInnen gibt. Und jede dieser Ansichten hat ihre Daseinsberechtigung. Im Wesentlichen stellt sich bei jedem Cache immer die Frage für den Owner "Wen bzw. was will ich denn mit meinem Cache erreichen?". Das Motiv für das Verstecken eines Caches entscheidet also mitunter kräftig mit, ob eine Cachebeschreibung nun in Englisch, in Deutsch oder in beiden (oder anderen) Sprachen angeboten wird. So ist sicherlich einmal zu unterscheiden Wo der Cache versteckt wird. Ein Touristencache in einem Ballungszentrum ist da sicherlich anders zu bewerten als ein Cache auf einem Gipfel eines 3.000ers. Auch der Cachetyp kann mitentscheidend sein, ob man eine fremdsprachige Beschreibung anbietet oder sich auf Deutsch beschränkt.

In Wien z. B. sind englische Beschreibungen sehr gern gesehen, denn aus unseren östlichen Nachbarländern kommen oft und regelmäßig Geocacher zu uns, die in Deutsch eher nicht so gut bewandert sind und daher eine englische Beschreibung bevorzugen (Vor allem bei Multis und Myteries). Andere Caches, die z.B. etwas ausserhalb der Stadt liegen, werden naturgemäß nicht so oft von Touristen besucht, da kann eine englische Übersetzung schon mal überflüssig sein. Zusätzlich stellt sich auch die Frage, ob es für das Finden eines Tradis unbedingt notwendig ist, die Beschreibung verstehen zu können.

Es ist daher müßig mit absoluten Statements zu agieren. Wer also meint, es müsse eine Beschreibung immer in Englisch oder in Deutsch oder in Englisch UND in Deutsch vorhanden sein, wird sich in der Praxis schwer tun mit seiner Sichtweise, denn es kann zig Gründe geben, warum der Owner nur eine oder aber auch mehrere Sprachen anbietet. Daraus folgt, dass dieses Thema sicherlich nicht Problemfeld No. 1 ist, wenn es um Geocaching geht. Denn ändern kann man die Meinung des Owners ohnehin nur sehr sehr selten und es bleibt einem nur übrig nach dem Motto "Take it, change it or leave it" zu leben. Trotzdem steigern sich manche da ganz schön fest hinein, wenn darum diskutiert wird, welches Cachelisting das bessere sei, nur weil es eine, keine oder mehrsprachige Beschreibungen anbietet. Es ist eine Entscheidung des Owners und die kann man ohnehin nur akzeptieren - so what?