Freitag, 20. Februar 2009

Jäger und Geocacher die zweite

Herzlichen Dank an Mountainninja, der aufgrund seiner Erfahrungen weiß wovon er redet und diese Punkte zur Verfügung gestellt hat, die helfen sollen ein friedliches Nebeneinandern im Wald zu sorgen:
  • Privatbesitz sind alle Wälder und Jagdgebiete die nicht den Bundesforsten gehören – hier sollte mit den Eigentümern Rücksprache gehalten werden!
  • Absolutes Tabu für Cachelocations sind jegliche jagdliche Einrichtungen wie Hochstände, Fütterungen, Kirrungen, Luderplätze, etc. – auch die Nähe dieser Einrichtungen sollte mindestens 150-200 m für Cacheverstecke gemieden werden!
  • Werden Caches in Jagdgebieten ausgelegt, sollte auf jeden Fall die Attribute: „Hunting Area“ und „Not recommended at night“ verwendet werden und ein ähnlich formulierter Hinweis im Listing stehen: „Suche den Cache wegen möglicher Jagdaktivitäten bis höchstens eine Stunde vor Einbruch der Dunkelheit oder frühestens eine Stunde nach Sonnenaufgang“. – dies gilt das ganze Jahr, nicht nur zu gewissen Schusszeiten.
  • Die Cachesuche soll in Jagdgebieten auf keinen Fall in der Dämmerung oder Nacht erfolgen, zu oft schon sind furchtbare Unfälle mit Verwechslungen passiert, auch wehrhaftes Wild (z.B. Wildschwein) wird einen vermeindlichen Bedroher seiner Nachkommen sofort angreifen.
  • Cachesuchende die an Hochständen oder Fütterungen etc hantieren, werden unter Umständen sofort mit Wilderern oder Vandalen verwechselt – diese Locations sind also für Cacheverstecke ABSOLUT ungeeignet
  • Caches sollten auch nicht dort versteckt werden, wo eine Beobachtung von einem Hochstand aus erfolgen kann – der beobachtende Jäger sieht mehrere hundert Meter weit!
  • Sich im Wald sehr leise bewegende Cacher machen sich viel verdächtiger als normal sprechende, auch dem Wild wird dadurch Gelegenheit gegeben, sich rechtzeitig zu entfernen – überraschtes Wild flüchtet und verliert damit - besonders im Winter - zum Überleben nötige Energie.
  • Vor 2 Wochen hat es einen sehr positiven Termin mit dem Salzburger Stadtpolizeikommandanten Oberst Lindenthaler und dem Chef der Kripo Salzburg Hofrat Feichtinger sowie 3 Salzburger Geocachern gegeben. Die Polizei ist also an oberster Stelle über Geocaching informiert und wird ihrerseits alle Dienstellen in Salzburg diesbezüglich informieren. Sollte es also zu Kontakt mit der Polizei im Rahmen von Geocaching kommen, können diese beiden Namen genannt werden.
  • Ich ersuche und bitte Euch alle, Eure Caches bezüglich oben genannter Punkte zu überprüfen und gegebenfalls zu ändern oder ergänzen.
  • In Hinblick auf das Mega Event im Juni, sollten überhaupt alle neuen Caches „megatauglich“ sein. Man muss bedenken, dass manche Caches während dieses Events von mehreren hundert Cachern gesucht werden. (Es werden dabei: Wiesen zertrampelt, Locations zerwühlt, Strassen zugeparkt, Caches ruiniert, Anrainer extrem nervös....)

In diesem Zusammenhang möchte ich auch dieses Beispiel des Dialogs zwischen Jägerschaft und Geocachern vor den Vorhang holen. Diese Idee, kann in Österreich sicherlich auch von Nutzen sein!