Donnerstag, 5. März 2009

Warum ein Tradi keinen additional waypoint braucht

Ich erspare mir jezt einmal eine detaillierte Erklärung, was additional waypoints können und wie man sie richtig einsetzt, denn das alles wird bereits auf der Website der deutschsprachigen Reviewer ausführlichst erklärt oder war hier ohnehin schon mal Thema. In letzter Zeit fällt mir jedoch auf, dass diese Ausführungen zum Thema additional waypoint immer seltener bekannt sind bzw. flasch interpretiert werden. Daher ein kurzes klärendes Wort zu diesem Thema:

Wie der Name schon sagt handelt es sich um zusätzliche Wegpunkte. Jedes Listing hat zwingend zumindest einen Wegpunkt. Dieser Wegpunkt ist durch die Koordinaten im Header des Listings in der Datenbank von gc.com bereits enthalten. Nur wenn es zusätzliche Wegpunkte gibt, die der Reviewer zum Reviewen braucht, oder auch der Suchende zum finden des Weges oder von Infos brauchen kann ist das Waypoint-Tool zu verwenden. Naturgemäß sind das z.B. alle Wegpuntke wo ein Cache liegt (Final location). Soferne der Cache aufgrund des Cachetypes nicht ohnehin bei den Headerkoodrinaten liegt. So wie es bei einem Tradi der Fall sein muss.

Viele setzen aber auch bei Tradis trotzdem einen additional waypoint des Typs "Final location" was nur wenig zielführend ist, da die Koordinaten dann die selben sind wie die im Header. Vielmehr verzögert ein solches Vorgehen den Reviewprozess, da durch den Reviewer zuerst herausgefunden werden muss, warum der Owner dies tut. Es könnte ja auch der Cachetyp irrtümlich falsch angegeben worden sein - was auch sehr oft passiert, weil man einfach darauf vergißt und standardmäßig der Cachetyp Traditional Cache ausgewählt ist. Wenn man also ein wenig den Hauverstand einschaltet wird einem schnell klar, dass es bei einem Tradi so einen Wegpunkt eigentlich gar nicht geben kann. Liegt der Cache nicht bei den Headerkoordinaten handelt es sich nicht um einen Tradi und muss der Cachetyp geändert werden.

Singemäß gilt das auch für die Stage 1 eines Multis, da diese in aller Regel durch die Headerkoordinaten dargestellt wird. Obwohl es weitverbreitete Praxis ist, aber die Headerkoorddinaten eines Multis sind nicht dazu da um einen Parkplatz anzugeben, oder den Startpunkt einer Wanderung o.ä. sondern lediglich dazu um die erste Stage zu bezeichnen. Für Parkplätze, Startpunkte und Referenzpunkte bei Wanderungen, die nicht ohnehin als Stage dienen, gibt es eigene Waypointtypen.

Wer also will, dass das Listing schnell und unkompliziert durch den Reviewprozess geleitet wird, der sollte sich diese Vorgangsweise zu Eigen machen.

Kommentare:

  1. Leider scheinen das aber nicht alle Reviewer zu wissen. Denn ich bin sogar schon auf einen Tradi gestoßen, dessen Koordinate der Parkplatz war und der in den additional Waypoints dann den eigentlichen Cache hatte.

    Nach einigen Beschwerden in den Logs wurde das dann zwar geändert, aber ich frage mich immer noch, wie sowas freigeschalten werden konnte.

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  2. Kann es nicht auch bei einem Tradi sinnvoll sein, einen geeigneten Parklatz als additional waypoint anzugeben?

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  3. Die Verwendung von Wegpunkten fuer Station 1 eines Multicaches ist m.E. mit der geaenderten Interpretation der Abstandsregel nicht nur nicht unsinnig, sondern sogar erforderlich! Ich habe dies auch schon im Groundspeak-Thread von Miss Jenn erwaehnt.

    Es gibt keine andere Moeglichkeit fuer den Reviewer schnell zu ersehen, ob es
    bei den Headerkoordinaten eines Multi-Caches um eine virtuelle Station vom Typ "Question to answer" handelt, eine virtuelle Station vom Typ reference point (z.B. als Startpunkt um von dort ausgehend irgendeiner Markierung oder Richtung zu folgen) oder um
    eine Station vom Typ "stages of a multicache" (wenn etwas versteckt wurde, oder der Verstecker z.B. einen Textteil wo hingeschrieben oder hingeklebt hat). Manchmal kann das aus der Beschreibung erkennbar sein, dies muss aber keineswegs der Fall sein und man kann es auch nicht einfordern.

    Auch bei Mystery-Caches kann es sinnvoll sein, einen Wegpunkt fuer die Headerkoordinaten einzufuehren, denn je nach Mystery-Art handelt es sich ja um keine fiktiven Koordinaten, die von der Abstandsregel auszunehmen sind. Es kann sogar etwas an den Headerkoordinaten eines Mystery-Caches versteckt sein (z.B. bei einem Traditional, der durch eine Logbedingung zu einem Mystery-Cache wird oder wenn sich am Start ein Raetsel in einem Micro befindet, das nur durch Vorabarbeit, die man zu Hause erledigt hat, geloest werden kann).

    Fazit: Mit Ausnahme von Traditionals ist ein Wegpunkt fuer Station 1 sehr oft sinnvoll oder sogar unbedingt erforderlich, um Distanzkonflikte zu vermeiden.

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  4. ad Wissen der Reviewer: Ich habe auch schon die absurdesten Konstellationen gesehen, wo ich mich gefragt habe, wie das beim Reviewer durchgehen konnte. Das passiert nun mal und kann man ohnehin nur zur Kenntnis zu nehmen. Ich sprach ja nur vom Idealfall ;)

    ad Parkplatz: Ja es ist sinnvoll für einen PArkplatz einen additional waypoint anzugeben, wenn sich dieser nicht direkt beim Cache befindet. Ein additional waypoint für den Parkplatz 10 Meter neben dem Cache halte ich persönlich für weniger sinnvoll. Da überlagern sich nur die Waypoints auf allen möglichen Kartendarstellungen.

    ad cezannes Kommentar: Grundsätzlich hast du schon recht. Nur bisher gab es auch keine automatisierte Unterscheidungsmöglichkeit ob ein Startpunkt eines Mysteries virtuell ist oder nicht. Beides ist möglich und es gäbe noch einiges mehr was man an den Reviewertools verbessern könnte. Nach dem derzeitigen technischen Stand der Tools gibt es so etwas jedoch nicht und wird so schnell leider auch nicht implementiert werden. Also ging ich vom Status quo aus. Und da war es bisher meistens auch möglich den Unterschied zwischen Q2A und Stage of a multicache zumindest zu erahnen.

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