Dienstag, 3. Mai 2011

4 Jahre und 10.000 Listings später ...

Auf den Tag genau ist es heute 4 Jahre her, dass Österreich einen bzw. mitlerweile auch mehrere "eigene" Reviewer hat. In diesen Jahren ist ausser der Tatsache, dass ich ziemlich genau 10.000 Listings geholfen habe "auf die Welt zu kommen", viel in punkto Geocaching passiert. Für die Statistikgeilen sei hier noch schnell erwähnt, dass es sich um exakt 10.024 Cachelistings in 4 Jahen handelt, was 2.506 Listings pro Jahr bedeutet. Im Schnitt haben es also 6,87 Listings pro Kalendertag durch mein Zutun durch die Review Queue geschafft. Das ist eine beachtliche Leistung wobei ich hier nicht meine eigene meine, sondern jene der Community, die es sich ungebrochen nicht nehmen lässt, die Landschaft mit Plastikdosen zu verschönern.

Dem gegenüber stehen die etwas mehr als 4.800 Listiings, die im Zuge des Reviewprozesss einmal - in seltenene Fällen auch mehrmals - zurück zum Start geschickt werden mussten. Das ist zwar auch eine Leistung, wenn auch keine lobenswerte. Vor allem den klassischen Newbies sind guidelines und Termini aus diesen zumeist völlig fremd. Mein Appell richtet sich in diesem Zusammenhang an alle, die mit dem Verstecken anfangen wollen: "Nehmt euch wirklich die 15 Minuten Zeit um euch so langweiliges Zeug wie Guidelines, Tipps und Tricks auf diversen Websites und sonstige Infos [vielleicht mal bei einem Event mittels eines Fachgespräches und Kollegen] zu Gemüte zu führen, dann seid ihr in der Review Queue klar im Vorteil. Denn wer alles richtig macht, kommt früher auf den Markt.....)

Doch eigentlich gehts darum, dass in den letzten 4 Jahren viel passiert ist.

Eines vorweg: Alle Unkenrufe, die schon damals meiner Person als Reviewer vorausgeeilt sind, haben ihre Schrecklichkeit verloren, zumeist weil es anders kam als man denkt. Das mag vielleicht auch daran liegen, das gerade Österreich eine nahezu perfekt organisierte Neidgesellschaft entwickelt hat, die auch in Geocachingkreisen vertreten ist. So eine Hochkultur verstärkt derart kindliches Verhalten und dieser Umstand hat in den letzten Jahren wohl auch dazu geführt, dass die Realität doch etwas anders aussieht als so manche Unke gerufen hat. Aber das sind Vermutungen und eigentlich ist es ohenhin nicht von Belang.

Die Geocaching Community Österreichs damals ist mit der von heute in nahezu keinem Punkt mehr vergleichbar. Damals eine überschaubare Gruppe Gleichgesinnter, deren gegenseitige Unterschiede nicht größer sein konnten stehen wir heute vor einer anonymen Gruppe, deren Größe unklar aber stark steigend ist. Innerhalb der Community haben sich aufgrund der Unterschiede auch schon einige Kleingruppen entwickelt sodass die Vielfalt die Einheit überholt hat. Das geht natürlich einfacher, wenn die Gruppe größer und geografisch auch gut aufgeteilt ist. Dass die Geocaching Community in Österreich weiterhin wächst ist kein Geheimnis und haben sogar schon Marketingexperten erkannt. Regional gesehen hat auch eine Erstarkung der Community als Gemeinschaft stattgefunden. Sowohl in der Virtuellen als auch der relaen Welt trifft man sich an einschlägig bekannten Orten zu einschlägig bekannten Zeiten und tauscht aus, was es zu tauschen gibt. Infos zu technischen Geräten, Hints, Spoiler, Finalkoordinaten ... ;)

Natürlich hat das Anwachsen der Community auch in der Öffentlichkeit ihre Spuren hinterlassen. War Geocaching vor einigen Jahren noch der absolute Geheimtipp, ist es mittlerweile fast schon eine anerkannte Sportart, die kurz davor steht olympische Ehren zu erhalten. Die breite Masse hat zwar noch immer keine genaue Ahnung was wir da so machen, aber Informationen über unser Hobby werden immer wieder auch in den Medien transportiert. Manchmal sind es recht Positive in anderen Fällen nicht so sehr. Vor allem dann, wenn es Reibungspunkte mit anderen Teilen der Gesellschaft gibt, werden auch die Probleme größer. Von der Jägerschaft will ich jetzt aber nicht wieder anfangen zu reden, denn dahingehend wird der Dialog bereits gesucht und so wie es aussieht auch blad gefunden werden.

Ein wesentlcher Unterschied im Spiel selbst ist wohl der Umstand, dass vor 4 Jahren niemand mit dem Mobiltelefon Geocaches gesucht hat. Der Trend zum Smartphone boomt ebenso wie die Community, was sicherlich auch darin seinen Grund hat, dass die Einstiegskosten für das Spiel Geocaching drastisch niedriger sind. als zu Omas Zeiten, wo wir uns von unserem Urlaubsgeld noch einen Orientierungsknochen aus dem Hause Ga**in oder M**el*a* abgespart haben. Heue tuts die Äpp um 7,99 auch. Das spart auch noch nebenbei Papier, was unsere Wälder schont, weswegen sich manche dafür herausnehmen ein paar Baumrinden zu schinden. Das regt wieder den Baumbesitzer auf, es kommt zu hitzigen Diskussionen usw., usf..

Womit wir auch schon am Ende der 4 Jahre angekommen sind, wo ich mich bei allen bedanken möchte, die redlich bemüht sind unseren ehrenamtlichen Job als Reviewerr so angenehm wie nur irgend möglich zu gestalten (Soll heißen, sie haben die guidelines sinnerfassend gelesen bevor sie ein Listing aktivieren). Danke auch einmal ganz allgemein für jedes email, dass mich erreicht und in dem konstukrives feedback enthalten ist. Danke an alle, die Reviewer auch mal zum Schmunzeln bringen und Danke für jegliche Zuwendungen aller Art. :D

Auf gehts ins 5te Jahr nach Tafari!